Stammbaumanalyse (Erbgänge)

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Es lassen sich vier verschieden Erbgänge voneinander unterscheiden, allerdings lassen sie sich teilweise auch miteinander verbinden. So muss man immer unterscheiden zwischen dominant und rezessiv und zwischen autosomal und gonosomal. So lassen sich immer ein Erbgang aus der ersten Kategorie (dominant; rezessiv) mit einem Erbgang der zweiten Kategorie verbinden (autosomal; gonosomal), allerdings lassen sich nicht zwei Erbgänge einer Kategorie miteinander verbinden, zum Beispiel dominant und rezessiv gleichzeitig. Wenn man in einem Stammbaum allerdings zwei verschiedene Krankheiten untersuchen muss kann natürlich der eine Erbgang dominant sein und der andere rezessiv. Die Erklärung, warum dominant und rezessiv die erste Kategorie der Erbgänge bilden lautet, dass man erst auf diese beiden Gänge untersuchen muss, um festzulegen ob der Erbgang im Endeffekt autosomal oder gonosomal ist. Aber nun zu Merkmalen der verschieden Erbgänge:

Hinweise auf einen dominanten Erbgang:

  • Das Merkmal taucht in jeder Generation auf
  • Jeder phänotypisch Erkrankte hat ein phänotypisch erkranktes Elternteil
  • Gesunde Kinder erkrankter Eltern vererben das Merkmal nicht weiter
  • Gesunde Eltern haben nur gesunde Kinder
  • Zwei phänotypisch kranke Eltern haben ein phänotypisch gesundes Kind

Hinweise auf einen rezessiven Erbgang.

  • Das Merkmal taucht nicht in jeder Generation auf
  • Phänotypisch gesunde Eltern können phänotypisch erkrankte Kinder haben, allerdings nur, wenn die Eltern heterozygot sind (Aa)

Hinweise auf einen autosomalen Erbgang:

  • Das Merkmal tritt sowohl bei Männern als auch bei Frauen auf
  • Das Merkmal wird sowohl von Müttern als auch von Vätern an Söhne weitervererbt
  • In einem rezessiven Erbgang hat ein phänotypisch gesunder Vater eine phänotypisch kranke Tochter

Und zum Schluss  noch Hinweise auf einen gonosomalen Erbgang:

  • Das Merkmal tritt bei rezessiver Vererbung deutlich häufiger oder sogar ausschließlich bei Männern auf (y-chromosomal)
  • Das Merkmal wird nur von Müttern an Söhne vererbt (x-chromosomal)
  • Die Töchter sind bei rezessiver Vererbung nur dann phänotypisch krank, wenn auch der Vater phänotypisch erkrankt ist
  • Bei dominanter Vererbung sind alle Töchter eines phänotypisch kranken Vaters ebenfalls erkrankt
  • Bei dominanter Vererbung sind alle Söhne eines phänotypisch kranken Vaters gesund, sofern die Mutter gesund ist.

Nochmal zur Erklärung:

Heterozygot bedeutet, dass man ein gesundes und ein erkranktes Allel trägt (Aa) und homozygot, dass man entweder Träger zweier gesunder oder zweier erkrankter Allele ist (AA oder aa). Wichtig ist, dass man immer zuerst den großen Buchstaben aufschreibt, ansonsten gibt es Punktabzug. 😉

Und auch nochmal für alle, die sich nicht sicher sind welches Geschlecht welche Allele trägt: Frauen tragen XX und Männer XY. An dem X- bzw Y-Chromosom des Mannes kann man sich bei der Stammbaumanalyse gut behelfen, denn wenn eines erkrankt ist, guckt man ob Tochter oder Sohn erkrankt ist und demnach kann man dann entscheiden, ob der Erbgang autosomal oder gonosomal ist.

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