Bedeutung der Napoleonischen Kriege für den Nationalstaatsgedanken am Beispiel Deutschlands – Abitur Geschichte

Abitur

Bedeutung der Napoleonischen Kriege für den Nationalstaatsgedanken am Beispiel Deutschlands

Thema im Abitur Geschichte 2015 und 2016

Deutschland vor dem Bündnis

Die Revolutionsarmeen und die Heere Napoleons gewannen nicht nur Schlachten, sondern änderten dadurch die politischen Grenzen Europas. Sie bewirkten auch in der Entwicklung der Eroberten Länder und Vasallenstaaten bedeutende Wandlungen. Die sichtbarsten Veränderungen spielten sich vor allem in Deutschland ab: Die politische Landkarte wurde stark vereinfacht, und in den annektierten Gebieten galten nunmehr französische Gesetze.

Während dem Zeitalter Napoleons konnten keine direkten Änderungen auf „Deutschland“ gemacht werden, da es keinen gemeinsamen Bund auf dem heutigen deutschen Gebiet gab. Hauptsächlich kleine Staaten, Fürstentümer und weitere Ortschaften wurden regional regiert und hatten kaum Einfluss auf die außerstaatliche Politik. Bemerkenswert sind die Bündnisse zwischen kleinen Splitterstaaten auf deutschem Gebiet mit Frankreich, welche zu dieser Zeit noch herrschten.

Unter Anderem war der Rheinbund dem „Napoleonischen Reich“ angegliedert, so dass für solche Länder der „Code Napoleon eingesetzt wurde, um den Bürgern dieser Gebiete mehr Rechte zu versichern. Im Gegenzug dazu erforderte er von ihnen, sich ihm unterzuwerfen.

Innerhalb der Jahre entwickelten sich die einzelnen Staaten zu einem Verbund, welcher sich gegen Napoleon schloss, um die Befreiung von der französischen Besatzung in Kraft zu treten zu lassen, welche auch gelang.

Die gemeinsame Stärke

Durch die Napoleonischen Kriege, sowie den anderen Kämpfen zwischen verschiedenen Völkern, wurde das Gemeinschaftsgefühl gestärkt, sowie die Erkenntnis, dass man „gemeinsam stark“ ist. Der hieraus entstandene Zeitgeschmack führte zur Idee eines gemeinsamen Staates, wobei man auch hier schließlich erkannte, dass ein Bündnis zwischen einem deutschen Splitterstaat und Frankreich nicht die Vorteile hat, wie ein Bündnis zwischen den jeweiligen Staaten. Hieraus entstand die Idee von einem Deutschen Staat, zu dem jeder Bürger gehören sollte.

Durch Napoleons Macht und dem großen Staat Frankreich wurde den Bürgern Europas gezeigt, wie politisch ein Staat bzw. ein Staatsoberhaupt in der Lage sein kann, über andere zu herrschen. Frankreich hatte es vorgemacht und der Nationalstaatsgedanke, sowie der Wille zu diesem Ziel stiegen.

Nicht nur in deutschen Gebieten wurde ein solcher Bund erwünscht: Graf von Stadion hoffte bei einer Wiederaufnahme des Krieges durch Österreich auf die Unterstützung von ganz Deutschland. Für ihn bedeutete die Aufstellung der Landwehr im Jahr 1808 nur die erste Stufe zu einer wahrhaft nationalen Armee, die einzig und allein in der Lage gewesen wäre, Napoleon Widerstand zu leisten.

Trotz der Vorteile, eines solchen Staats, der auf dem Konzept basiert, welches durch Napoleon vorgeführt wurde, gab es auch negative Kritik, bzw. nicht begeisterte Menschen: Deutsche Fürsten eines Splitterstaates hatten ihre Macht über einen Teil Deutschlands, und mussten ihre Souveränität an einen übergelegenen Kaiser abgeben.

Bedeutung der Napoleonischen Kriege für den Nationalstaatsgedanken am Beispiel Deutschlands

Schlussfolgernd kann gesagt werden, dass die Napoleonischen Kriege den Nationalstaatsgedanken Deutschlands stark gefördert haben und es durch viele Bündnisse und Kämpfe zu einem gemeinsamen Deutschland führte, welcher die Grundlage des heutigen deutschen Staates ist.

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