Präsident von Walter – Charakterisierung – Kabale und Liebe

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Charakterisierung Präsident von Walter

Präsident von Walter ist um die 50 Jahre alt, was mit seiner Frau geschehen ist wird nicht erwähnt. Von ihr hat er einen Sohn, namens Ferdinand von Walter. Der Präsident hat sich durch Mord an seinen Vorgänger seinen derzeitigen Posten verschafft. Er ist skrupellos und Machtbesessen. Das sieht man daran, dass er Ferdinand mit Lady Milford vermählen möchte nur um seinen Stand am Hofe zu erweitern. Eine Hochzeit ist für ihn nur eine Zweckerfüllung und keine, aus gefühlsgründen getätigte Handlung. Er spannt mit Wurm die Intrigen um Luisa und Ferdinand auseinander zu bringen und somit seine Pläne der Hochzeit zu verwirklichen. Das Wohl seines Sohnes interessiert ihn nicht. Dadurch wird seine egoistische und gefühlskalte Art deutlich.

Aussehen

Bedingt durch seine Hohe Stellung in der Gesellschaft, ist der Präsident gezwungen auf sein äußerliches Erscheinungsbild zu achten und zu schauen, dass er in jeder Situation den Stand des Hofes repräsentiert.

Beziehung zwischen Ferdinand und dem Präsidenten

Die beiden stehen in einer Vater-Sohn Verbindung zueinander, jedoch wird das in ihrem Verhalten nicht deutlich. Sie unterscheiden sich von ihrer Art und in ihrem Verhalten sehr. Ferdinands Verhalten beruht auf Emotionalität und der Erfüllung seiner wahren Liebe zu Luise, das Verhalten des Präsidenten jedoch beruht auf der Erweiterung seiner politischen Machtposition. Er achtet nicht auf das Wohl seines Sohns, versucht ihn noch nicht einmal zu verstehen. Ferdinand droht den, vom Präsidenten begangenen Mord an seinem Vorgänger, zu veröffentlichen, was zu der Beendigung der Karriere des Präsidenten geführt hätte. Erst am Ende, kurz bevor Ferdinand stirbt, wird dem Vater bewusst was er alles falsch gemacht hat.

Die Entwicklung des Präsidenten

Der Präsident ist einer der wenigen Personen, die sich im laufe des Stücks bzw. am Ende des Stücks entwickelt. Als ihm Ferdinand kurz vor seinem Tod vergibt, wird dem Präsidenten bewusst, dass er Fehler gemacht hat, dass er nicht für seinen Sohn da war und im Endeffekt nichts über seinen eigenen Sohn wusste. Er bemerkt, dass man Menschen nicht willkürlich biegen und verschieben kann. Danach stellt er sich der Justiz, gesteht seinen Mord und beendet somit seine Karriere.

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2 Comments

  1. Ich würde vielleicht noch erwähnen, dass der Präsident schon in der 5. Szene des 4. Aktes Verständnis für Ferdinands Liebe zu Luise zeigt und ihm das auch sagt. Was ihn allerdings noch mehr verwirrt…

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