Der Prozess – Inhaltsangabe – Franz Kafka

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Kapitel 1 – Verhaftung –Gespräch mit Frau Grubach – Dann Fräulein Bürstner

Der Prozess Inhaltsangabe – Der Prokurist Josef K. wird an seinem dreißigsten Geburtstag von zwei Männern geweckt, die ihn ohne Begründung verhaften. Ein Aufseher erklärt ihm im Zimmer seiner Mitmieterin Fräulein Bürstner, dass sein Leben zunächst nicht durch die Verhaftung beeinflusst würde, so dass K. im Anschluss an das Gespräch mit seinen ebenfalls anwesenden Kollegen zur Arbeit in die Bank fährt.

Nach der Arbeit unterhält sich K. mit seiner Vermieterin Frau Grubach, welche sich die Vorkommnisse ebenfalls nicht erklären kann, jedoch versucht ihn zu beruhigen.

Am Abend möchte sich K. außerdem bei Fräulein Bürstner entschuldigen, dass ihr Zimmer ohne Erlaubnis genutzt wurde, und wartet bis spät in die Nacht auf ihre Heimkehr. Er erklärt und demonstriert ihr schließlich die Vorfälle des Morgens und als sie ihn bittet zu gehen, wird er aufdringlich und küsst sie.

Der Prozess Inhaltsangabe Kapitel 2 – Erste Untersuchung

Josef K. wird telefonisch zum Untersuchungsgericht am Sonntag in einer ärmlichen Vorstadt geladen. Den Verhandlungssaal, welcher im Hinterzimmer einer heruntergekommenen Mietwohnung liegt, findet K. nur mühevoll.

Vor dem Untersuchungsgericht hält K. eine lange, vorwurfsvolle Rede, in welcher er den Untersuchungsrichter beleidigt und die Willkür seiner Verhaftung kritisiert. Seine Ausführungen scheinen das Publikum jedoch wenig zu interessieren, da sich dieses lieber einem kreischenden Liebespaar in der hinteren Ecke widmet.

Schließlich erklärt K. sich für unschuldig und verlässt mit einem Verweis auf das Gericht als korrupte Bande den Saal. Zu einem Verhör kommt es somit nicht.

Der Prozess Inhaltsangabe Kapitel 3 – Im leeren Sitzungssaal – Der Student – Die Kanzleien

Josef K. erscheint am nächsten Sonntag erneut im Gerichtssaal, trifft dort jedoch nur die Frau des Gerichtsdieners an, welche ihre Hilfe im Prozess anbietet und ihm die Gerichtsbücher des Untersuchungsrichters zeigt, welche sich als pornografische Zeichnungen entpuppen. Des Weiteren versucht sie sich ihm körperlich zu nähern, wovon K. nicht abgeneigt zu sein scheint.

Allerdings erscheint in diesem Moment der Jurastudent Berthold, welcher die Frau des Gerichtsdieners begehrt und sie gegen K.‘s Willen zum Untersuchungsrichter trägt.

Kurz darauf taucht der Gerichtsdiener auf und führt K. durch die Kanzleien auf dem Dachboden, vor denen zahlreiche Angeklagte auf eine Anhörung warten. Mit der Zeit verschlechtert sich jedoch aufgrund der stickigen Luft K.‘s Zustand und er erleidet einen Schwächeanfall. Der Gerichtsdiener und ein Mädchen helfen ihm daraufhin das Haus zu verlassen.

Der Prozess Inhaltsangabe Kapitel 4 – Freundin des Fräulein Bürstner

Josef K. schämt sich für sein aufdringliches Verhalten gegenüber Fräulein Bürstner und möchte sich bei ihr entschuldigen. Zunächst erreicht er sie jedoch nicht. Eines Morgens bemerkt K., dass eine Freundin des Fräulein Bürstner, Fräulein Montag, ebenfalls in ihr Zimmer zieht. Da Fräulein Bürstner den Kontakt zu K. meidet, überbringt Fräulein Montag im Namen ihrer Freundin die Nachricht, dass diese eine Aussprache als nutzlos empfindet.

Bei einem Treffen im Wohnzimmer nutzt zudem Frau Grubach die Gelegenheit, um sich bei K. für ihre fälschlichen Anschuldigungen gegenüber Fräulein Bürstner zu entschuldigen. Dieser interessiert sich jedoch nur für Einzelheiten über den Umzug seine Nachbarin.

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Der Prozess Inhaltsangabe Kapitel 5 – Der Prügler

Auf dem Weg vom seinem Büro zum Ausgang der Bank kommt Josef K. an einem Zimmer vorbei, welches er immer für eine Rumpelkammer gehalten hat. Er hört Schreie und sieht daher nach, ob es aus der Kammer stammt.

In der Kammer entdeckt er die Wächter Franz und Willem, welche auf dem Boden knien und von einer dritten Person verprügelt werden, weil K. sich beim Untersuchungsgericht über ihr Vorgehen bei der Verhaftung beschwert hatte. Dies machen die beiden Männer K. nun zum Vorwurf und bitten um Hilfe, da sie ihn als Verantwortlichen für ihre Bestrafung sehen. Schuldbewusst versucht K. daraufhin den Prügler zu bestechen, so dass er von den Wächtern ablässt, jedoch scheitert jeder Versuch.

Als die Wächter am nächsten Tag wieder verprügelt werden bittet K. die Bankdiener die Kammer aufzuräumen, was sich diese als Aufgabe für den folgenden Tag vornehmen.

Der Prozess Inhaltsangabe Kapitel 6 – Der Onkel – Leni

K‘s Onkel Albert erfährt vom Prozess seines Neffen und eilt in die Stadt, um K. zu treffen und ihm mit dem Prozess zu helfen.

Sie suchen Advokat Huld auf, einen Schulfreund von Albert, der gerade den Kanzleidirektor zu Besuch hat. Die Herren nehmen sich K.‘s Fall an, doch dieser zeigt schnell Desinteresse und lässt sich von Hulds Pflegerin Leni aus dem Zimmer locken. Diese verführt ihn und sucht körperliche Nähe. Zudem rät sie ihm zu einem Geständnis.

Vor dem Haus wartet schließlich der Onkel und macht seinem Neffen Vorwürfe, dass er sich nicht für die Aufklärung seines Prozesses interessiere, sondern von Frauen ablenken lasse.

Der Prozess Inhaltsangabe Kapitel 7 – Advokat – Fabrikant – Maler 

Josef K. ist unzufrieden mit der Arbeit des Advokaten Huld. Er entschließt sich deshalb dazu dem Anwalt das Mandat zu entziehen und selbst eine Verteidigungsschrift zu verfassen.

In der Bank empfängt K. einen Fabrikanten, der ihm empfiehlt, den Maler Titorelli aufzusuchen, welcher ein Vertrauter des Gerichts sei und über hilfreiche Informationen verfüge. K. ist zwar entsetzt, wie viele Personen mittlerweile über seinen Prozess Bescheid wissen, jedoch möchte er jede Chance nutzen und begibt sich in Titorellis Atelier.

Der Maler erklärt K., dass ein echter Freispruch, unabhängig davon, ob er schuldig oder unschuldig ist, nicht möglich sei. Es gebe nur zwei Optionen einer direkten Verurteilung zu entgehen: die scheinbare Freisprechung und die Verschleppung. Titorelli verspricht mit einigen Richtern zu reden, fordert K. jedoch gleichzeitig auf, sich schnellstmöglich für eine der beiden Optionen zu entscheiden.

Zum Dank für die Hilfe kauft Josef K. drei Bilder und verlässt schließlich das Haus durch eine Hintertüre, welche in eine weitere Kanzlei führt.

Der Prozess Inhaltsangabe Kapitel 8 – Kaufmann Block – Kündigung des Advokaten

K. fährt zur Wohnung des Advokaten, um diesem zu kündigen. Dort öffnet ihm ein Kaufmann namens Block die Tür, welcher ebenfalls ein Klient des Advokaten ist. K. hält ihn zunächst für Lenis Geliebten, doch diese Vermutung bestätigt sich nicht, da Block des Öfteren in der Wohnung übernachtet.

Während Leni sich um den kranken Advokaten kümmert führen Block und K. ein Gespräch. Blocks Prozess dauert inzwischen schon fünf Jahre an und er berichtet, dass er neben dem Advokaten Huld noch weitere Winkeladvokaten beschäftige und außerdem beim Gericht arbeite.

Als der Advokat später von der Kündigung erfährt, versucht er Josef K. davon abzuhalten und zeigt ihm deshalb, wie er sich gegenüber anderen Mandanten verhält. Sein Klient Block muss unterwürfig vor dem Advokaten niederknien und erfährt durch die Wiedergabe eines Gespräches von Huld und dem Richter, dass sein Prozess noch nicht einmal begonnen hat. Diese Szene bestärkt K. in seinem Entschluss den Advokaten zu entlassen

Der Prozess Inhaltsangabe Kapitel 9 – 
Im Dom

Josef K. hat den Auftrag bekommen einen italienischen Geschäftspartner durch den Dom zu führen. Dieser erscheint jedoch nicht. begibt sich deshalb alleine in den Dom.
Dort trifft er auf einen Geistlichen, der sich als Gefängniskaplan vorstellt. Er informiert K. über die schlechte Lage seines Prozesses und kritisiert seine Vorgehensweise.

Der Geistliche erzählt K. die Parabel „Vor dem Gesetz“, welche von einem Mann handelt, der bei einem Türhüter um Einlass zum Gesetz bittet. Dieser wird ihm jedoch verweigert, was zur Folge hat, dass der Mann sein gesamtes restliches Leben an der Tür wartet. Kurz vor seinem Tod erfährt der Mann, dass der Eingang nur für ihn persönlich bestimmt war.

K. ist von der Erzählung des Gefängniskaplans verwirrt und diskutiert mit ihm über die Bedeutung der Parabel. Nichtsdestotrotz erkennt er keine Parallelen zu seiner eigenen Situation.

Ende

Am Vorabend seines einunddreißigstens Geburtstages wird Josef K. von zwei Männern abgeführt. Niemand verliert ein Wort über den Prozess oder ein mögliches Urteil. K. fügt sich seinem Schicksal und bestimmt sogar den Ort seiner Hinrichtung.

In einem Steinbruch beenden die beiden Männer schließlich den Prozess und K.‘s Leben, indem sie ihn mit einem Fleischermesser ermorden.

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